Was essen Menschen, die jünger wirken?

Das ist gar nicht so leicht zu sagen, denn die Studien, die untersucht haben warum Menschen jünger wirken, unterscheiden sich teilweise enorm. Da gibt es solche, die das allgemeine Ernährungsverhalten unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen untersucht haben und daraus Rückschlüsse auf die Hautalterung gezogen haben. Andere haben sich nur einzelne Nahrungsbestandteile angeschaut wie zum Beispiel den Kaffee- oder Teekonsum oder den Verzehr bestimmter Öle. In ein paar Untersuchungen wurden auch Messungen bestimmter Blutwerte oder der Spiegel freier Radikale in der Haut oder im Blut durchgeführt. Das Thema Haut und Ernährung wurde demnach aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und die Forscher haben Interessantes zu Tage befördert.

Vitamin C – sauer macht jünger

So nahmen mehr als 4000 Frauen zwischen 40 und 74 Jahren an einer recht großen britischen Studie teil. Sie mussten über ihr Ernährungsverhalten detailliert Auskunft geben und wurden anschließend von einem Hautarzt untersucht. Teilnehmerinnen, die sich besonders Vitamin C reich ernährten, wiesen auffällig wenige Falten auf und wirkten jünger. Je mehr Fett und Kohlenhydrate jedoch auf dem Teller landeten, desto früher und ausgeprägter runzelte sich die Haut.

Besser frisches Obst und Gemüse als Nahrungsergänzungsmittel

Vitamin C aus Nahrungsergänzungsmitteln und solches aus Obst und Gemüse sind sich chemisch ähnlich und auch bezüglich der Aufnahme in den Körper gibt es nur wenige Unterschiede. Dennoch haben Früchte mehr zu bieten, denn sie liefern noch sekundäre Pflanzenstoffe, die ebenfalls die Haut strahlen lassen. Zudem sind mehrere kleine Portionen bzw. häufiger niedrig dosierte Nahrungsergänzungsmittel pro Tag wirkungsvoller als eine hochdosierte Tablette, denn kommen mehr als 200 mg des Vitamins im Darm an, dann nimmt die Fähigkeit, das Ganze auch in den Körper zu schleusen, messbar ab.

Mediterrane Verjüngungskur

Eine andere Studie verglich die Haut von Briten, Griechen und Schweden, die entweder in ihren Heimatländern lebten oder ins sonnenreiche Australien ausgewandert waren. Hier waren die, die viel Gemüse, Oliven Öl und Hülsenfrüchte auf dem Teller hatten gut vor Schäden durch UV-Strahlen geschützt. Wer hingegen bei Fleisch und Butter zulangte, beschleunigte damit seine Faltenbildung deutlich

Süße Falten

Zucker verursacht nicht nur Karies, sondern auch Pickel und Falten. Menschen mit einem hohen Blutzuckerspiegel weisen für ihr Alter deutlich mehr Falten auf als solche mit einem niedrigen Zuckerspiegel. Das trifft nicht nur auf Menschen mit Zuckerkrankheit zu. Auch Stoffwechselgesunde, die ständig naschen, sehen früher alt aus. Grund dafür ist die so genannte Verzuckerung (Glykierung), bei der es zu Schäden an den kollagenen und elastischen Fasern der Haut kommt. Auch Akne und Hautunreinheiten werden durch Süßigkeiten und Co begünstigt, wie man kürzlich feststellen konnte.

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Karotten schützen vor Sonnenschäden

Carotinoide sind die wichtigsten Antioxidantien in unserer Haut und sollten deshalb täglich verzehrt werden. Nach einiger Zeit kann man die Unterschiede zwischen Karottenliebhabern und -verächtern dann auch sehen. Vergleicht man bei 50-Jährigen die Menge an Falten und Altersflecken und setzt diese dann in Bezug zum Antioxidantien-, vor allem Carotinoid-Gehalt der Haut, dann lässt sich ganz klar nachweisen, dass Menschen, die eine hohe Schutzstoff-Konzentration in der Haut hatten, deutlich weniger Falten und Furchen aufweisen und deshalb jünger wirkten, als die weniger gut versorgten Studienteilnehmer. Das liegt vor allem an den guten Sonnenschutzeffekte der Carotinoide.

Ausreichend Antioxidantien für einen strahlenden Teint

Sind wir gut mit Antioxidantien versorgt, halten sich die Schäden in Grenzen und UV-Strahlen und freie Radikale beißen sich ihre Zähne an unserer Schutzstoffbarriere aus.

Vitamin C im Essen schützt nachweislich vor Falten auf der Haut. Die Top 10 Vitamin C Lieferanten sind: Hagebutten (1200 mg), Sanddorn (450 mg), schwarze Johannisbeere (175 mg), Paprika (rot, roh) (140 mg), Brokkoli (roh) (110 mg), Kiwi (100 mg), Rosenkohl (gekocht) (90 mg), Grünkohl (70 mg) Erdbeeren (60 mg), Orangen (50mg) (Angaben beziehen sich immer auf 100 g)

Quellen

Carr AC, Vissers MCM (2013) Synthetic or Food-Derived Vitamin C—Are They Equally Bioavailable? Nutrients 5(11): 4284–4304.

Cosgrove MC, Franco OH, Granger SP et al. (2007) Dietary nutrient intakes and skin-aging appearance among middle-aged American women. Am J Clin Nutr 86(4):1225-31.

Darvin M, Zastrow L, Sterry W, Lademann J (2006) Effect of Supplemented and Topically Applied Antioxidant Substances on Human Tissue. Skin Pharmacol Physiol 19:238–247

Purba MB, Kouris-Blazos A, Wattanapenpaiboon N et al. (2001) Skin wrinkling: can food make a difference? J. Am. Coll. Nutr 20: 71–80