Vorsicht, Sonne! Warum Sie einen Infrarot-Schutz brauchen

Die klassische Sonnencreme schützt vor UV-A- und UV-B-Strahlen. Moderne Produkte sollten auch noch einen Infrarot-Schutz enthalten, denn Infrarotstrahlen setzen Prozesse in Gang, die nicht nur eine vorzeitige Hautalterung begünstigen, sondern auch Hautkrebs hervorrufen können.
Infrarotstrahlen sind, genauso wie ultraviolette Strahlen (UV-Licht) Bestandteile des Sonnenlichts. Die kurzwelligen Infrarot-Strahlen des Typs A (IR-A) sind neben den eher ungefährlichen Strahlen der Typen B und C im Sonnenlicht enthalten und dringen beim Sonnenbad tief in die Haut ein.

Eigenschaften von Infrarotstrahlen

Infrarotstrahlen sind, genauso wie ultraviolette Strahlen (UV-Licht) Bestandteile des Sonnenlichts. Die kurzwelligen Infrarot-Strahlen des Typs A (IR-A) sind neben den eher ungefährlichen Strahlen der Typen B und C im Sonnenlicht enthalten und dringen beim Sonnenbad tief in die Haut ein. Dort regen sie die Bildung freier Radikale an. Diese aggressiven Teilchen setzen dann eine Kaskade von Zellschäden in Gang, an deren Ende Falten, Altersflecken und auch ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs steht.

Schutz vor Infrarotstrahlen

Der klassische Lichtschutzfilter hält zwar einen großen Teil der UV-Strahlen ab. Gegen die schädigende Wirkung der Infrarotstrahlen kann er aber nichts ausrichten. Dazu muss das Sonnenschutzprodukt einen extra Infrarot-Filter (Infrarot-Schutz) enthalten, was auf der Verpackung gesondert ausgewiesen wird (z.B. IR-Filter oder Infrarotschutz). Dieser Infrarotschutz ist normalerweise kein Filter im klassischen Sinn, sondern meistens ein Antioxidantienkomplex, der die freien Radikale, die sich auch durch Infratrotstrahlung oder auch durch UV-Licht oder sogar den das normale „sichtbare“ Tageslichtes bilden, unschädlich machen sollen.

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Schutz durch Pflanzenstoffe

Studien haben gezeigt, dass Karotinoide wie Betacarotin aus Möhren oder Lycopin aus Tomaten oder auch andere Antioxidantien, z.B. aus Pflanzenextrakten (grüner Tee oder Extrakte aus Farn (Polypodium leucotomos) die Haut nicht nur von innen, also über die Ernährung, oder über die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln schützt. Diese Pflanzenstoffe sind auch von außen, als Zusatz zu Kosmetik oder Sonnenschutzprodukten sinnvoll, und können die Haut vor UV-Licht, Infrarotstrahlung und blauem Licht schützen. Allerdings dauert es einige Wochen, bis ein ausreichender Schutz durch Karotten, Tomatensaft und andere Obst- und Gemüsesorten aufgebaut wird. Die Kombination mit Sonnencreme und Kosmetikprodukten mit Antioxidantien ist deshalb auf jeden Fall sinnvoll.

Quelle

Krutmann J. (2017) The skin aging exposome. Derma Sci 85 (3): 152–161 https://www.jdsjournal.com/article/S0923-1811(16)30816-7/fulltext ff