Testen Sie Ihren aktuellen Hauttyp

Es gibt Merkmale, die bleiben meist ein Leben lang gleich wie etwa die Augenfarbe. Auch der Lichttyp ändert sich nach der Kindheit nicht mehr. Viele Menschen glauben das auch von ihrem Hauttyp: Einmal als trocken oder fettig identifiziert, rücken sie von dieser Meinung nicht mehr so schnell ab und verwenden über viele Jahre die gleiche Pflege. Dabei ist gerade der Hauttyp einem ständigen Wandel unterworfen: Untersuchungen haben gezeigt, dass etwa 80 Prozent der 20-Jährigen eine fettige Haut haben und knapp 20 Prozent über eher trockene Haut klagen. Im Alter wird die Haut jedoch zunehmend trockener, weshalb mit etwa sechzig Jahren die Verhältnisse genau umgekehrt sind: In diesem Alter haben fast 80 Prozent der Menschen eine trockene und nur noch knapp 20 Prozent eine eher fettige Haut bzw. eine Mischhaut. Deshalb ist es sinnvoll, den Hauttyp immer mal wieder kritisch zu überprüfen und gegebenenfalls Pflege und Ernährung umzustellen.

Bestimmen Sie Ihren Hauttyp

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Ihr Teint ist
Die Haut fühlt sich folgendermaßen an
Nach der Reinigung
Wenn Sie nach der Reinigung zwei Stunden lang keine Creme anwenden, dann ist die Haut
Ihre Poren sind
Wie würden Sie die Besonderheiten Ihrer Haut beschreiben

Test-Auswertung

6 – 9 Punkte. Ihre Haut ist derzeit trocken und fettarm (sebostatisch)

Trockene Haut ist ein weit verbreitetes Phänomen. Besonders häufig leiden Kinder unter zehn Jahren und ältere Menschen darunter. Zwischen 20 und 50 ist der Anteil der Frauen mit trockener Haut deutlich höher als der der Männer. Bei diesem Hauttyp ist die Talgproduktion verringert. Auch Neurodermitis Patienten leiden in der Regel unter Hauttrockenheit. Da das Hautfett normalerweise die Verdunstung hauteigener Feuchtigkeit verhindert, kann die Haut gleichzeitig auch Feuchtigkeit schlecht speichern. Die Haut wirkt matt und ist oft feinporig. Allerdings spannt sie leicht und neigt oft sehr früh zu feinen Knitter- und Trockenheitsfältchen. Trocken-feuchtigkeitsarme Haut reagiert auf falsche Pflege, Ernährungsfehler und Umwelteinflüsse schnell gereizt und empfindlich.

Pflege der trockenen Haut

Die erste Maßnahme bei trockener Haut ist es, die Belastungsfaktoren für die Haut so gering wie möglich zu halten, d.h. zu häufiges Duschen, heiße Bäder, alkalische Seifen oder entfettende Chemikalien soweit wie möglich zu meiden. Der zweite Schritt ist eine ausreichende Versorgung der Haut mit Fett und Feuchtigkeit. Vor allem im Winter ist oft zusätzliche Pflege notwendig, denn wenn die Temperaturen sinken, drosseln die Talgdrüsen der Haut ihre Produktion. Zudem werden die Hautlipide bei Kälte zähflüssiger und tragen dann nur noch ungenügend zur Rückfettung der Haut bei. Durch die geringe Luftfeuchtigkeit der Umgebung gibt die Haut vermehrt Wasser ab.

Die verwendeten Pflegeprodukte sollten deshalb sowohl den Fett- als auch den Feuchtigkeitsgehalt der Haut erhöhen. Nach dem Auftragen fetthaltiger Pflegepräparate lagern sich die Lipide zwischen den einzelnen Hornzellen ein und sorgen für eine Rückfettung der Haut. Außerdem reduziert der dünne Fettfilm auf der Hautoberfläche die Verdunstung von Feuchtigkeit aus der Haut.

Bei trockener Haut ist es deshalb sinnvoll, die Pflegecreme direkt nach dem Baden oder Duschen auf die noch leicht feuchte Haut aufzutragen. Dadurch wird Feuchtigkeit in der Haut gebunden.

Gute Rückfettung wichtig

Eine gute Rückfettung erzielt man mit Wasser-in-Öl-Emulsionen. Diese weisen einen hohen Fettgehalt auf, glätten Rauigkeiten und verhindern durch einen Fettfilm, dass weitere Feuchtigkeit verloren geht. Diese Produkte machen die Haut allerdings oft sehr fettig und man muss unter Umständen nach dem Duschen und Eincremen einige Zeit mit dem Anziehen warten. Deshalb lieber dünner eincremen und vor allem abends die Haut noch mal rückfetten. Leichtere Lotionen sind in der Hautpflege zwar sehr beliebt, da sie schnell einziehen. Aufgrund ihres hohen Wasser- und geringen Fettanteils können sie der trockenen Haut noch weitere Feuchtigkeit entziehen, so dass die Haut unter Umständen auf Dauer trockener wird. Sinnvoll für diesen Hauttyp sind zusätzlich Inhaltsstoffe, die den Mangel an Feuchtigkeitsbindern ausgleichen können. Dazu zählen unter anderem Urea (Harnstoff, Pflegepräparaten mit 3 bis 5 Prozent Harnstoffzusatz), Glycerin oder Hyaluronsäure. 

Passende Pflegeprodukte für die trockenen Haut

Gesichtspflege

Körperpflege

Reinigung der trockenen Haut

Die tägliche Reinigung und das Entfernen des Make-up ist für trockene Haut strapaziös, denn sie verliert dadurch wichtige Fette und Feuchtigkeit. Zwar ist eine zu intensive Reinigung auch für die normale Haut eine Belastung, diese kann aber die gestörte Hautbarriere rasch wieder selber reparieren. Anders bei der trockenen Haut: Heiße Bäder, langes Duschen und entfettende Reinigungsprodukte können hier die schützende Hautbarriere nachhaltig beschädigen, die Haut kann Feuchtigkeit schlechter speichern, Trockenheit und Irritierbarkeit nehmen weiter zu. Vergleichen lässt sich die Hautbarriere mit einer Ziegelmauer: Nur wenn genügend Mörtel (Hautfette) die Ziegelsteine (Hautzellen) miteinander verbindet, ist die Mauer stabil. Werden mehr Hautfette durch Wasser und Seife herausgelöst, als sich nachbilden können, wird die Hautbarriere brüchig und verliert ihre Widerstandsfähigkeit.

Beschädigung der Hautmauer

Um eine weitere Beschädigung der „Hautmauer“ zu vermeiden, sollten möglichst Produkte gewählt werden, die auf entfettende Inhaltsstoffe (Tenside, Detergenzien, Emulgatoren) weitgehend verzichten bzw. diese nur in niedrigen Konzentrationen enthalten. Denn Tenside unterscheiden leider nicht zwischen „Schutzfett“ und „Schmutzfett“ und beseitigen beide gleichermaßen. Ein Merkmal tensidarmer, hautfreundlicher Reinigungsprodukte ist die geringe Schaumentwicklung bei der Anwendung. Auch wenn das zunächst gewöhnungsbedürftig ist, wird die säubernde Wirkung dadurch nicht eingeschränkt. Ebenso können Emulgatoren, die in Cremes und Ölbädern dafür sorgen, dass Wasser und Fett sich verbinden, in hoher Konzentration das Gefüge der Hautfette stören. Auch hier gilt bei trockener Haut: Je weniger desto besser. Der Emulgatoranteil kann von Produkt zu Produkt stark variieren. Bei Ölbädern kann er – so das Ergebnis einer Marktübersicht – zwischen etwa 6 % und fast 40% liegen. An Stelle eines handelsüblichen Ölbades kann auch ein Gemisch aus einem Becher Sahne und zwei Esslöffel Olivenöl im Badewasser die Haut gut Rückfetten. Dieses „Kleopatrabad“ enthält garantiert keine Emulgatoren – allerdings dauert die Reinigung der Badewanne etwas länger.

Passende Reinigungsprodukte für die trockene Haut

10 – 14 Punkte: Ihr Hauttyp entspricht derzeit einer Mischhaut.

Die Mischhaut ist eigentlich der „normale Hauttyp“ und in jedem Alter am weitesten verbreitet. Bei der Mischhaut treten zwei an sich widersprüchliche Hauttypen gleichzeitig auf: Der trockene und der fettige. Das führt nicht selten zu Pflegeproblemen, aber auch zu Fehleinschätzungen der Betroffenen, was den eigenen Hauttyp angeht. Typisch für die Mischhaut ist eine fettigere oder auch feuchtere Haut an Stirn, Nase und Kinn, der so genannten T-Zone. Die übrigen Gesichtspartien sind hingegen eher trocken und pflegebedürftig. In der T-Zone neigt die Haut zu erweiterten Poren, Pickeln und Mitessern, sie ist oft leicht gerötet und glänzt fettig.

Pflege der Mischhaut

Die Pflege der Mischhaut ist – entgegen der weit verbreiteten Meinung – nicht immer unkompliziert. Theoretisch wären zwei unterschiedliche Produktserien, eine für die T-Zone und eine andere für die Wangen notwendig. Die meisten auf dem Markt befindlichen Produkte für Mischhaut werden allerdings den unterschiedlichen Ansprüchen gut gerecht. Dennoch gibt es bei Mischhaut immer wieder Phasen, in denen die Pflegeprodukte gewechselt werden müssen, um eine Überfettung zu verhindern bzw. einem erhöhten Pflegebedarf gerecht zu werden. Es ist deshalb wichtig, darauf zu achten, welches Problem aktuell im Vordergrund steht: Spannt die Haut, ist sie sensibel und leicht schuppig, sollte man bei der Pflege vor allem an die trockenen Partien denken. Sind diese Schwierigkeiten behoben, können wieder die Produkte für Mischhaut verwendet werden. Im umgekehrten Fall können vorübergehend auch Produkte für fette Haut angewendet werden, bis sich das Hautbild wieder normalisiert hat.

Gelegentlich reagiert die Mischhaut auch sensibel auf äußere Einflüsse. Pflege- und Reinigungsprodukte sollten deshalb möglichst mild und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Hautpartien abgestimmt sein: in der T-Zone fettreduzierend und antiseptische Produkte, im Schläfen- und Wangenbereich Cremes mit feuchtigkeitsbindenden Zusätzen wie Harnstoff oder Hyaluronsäure.

Passende Pflegeprodukte für die Mischhaut

Gesichtspflege

Körperpflege

Reinigung der Mischhaut

Wichtig für die optimale Pflege der Mischhaut ist auch die Hautreinigung. Um den Unreinheiten in der fettigeren T-Zone vorzubeugen, sollten Reinigungs- und Pflegeprodukte verwendet werden, die den sauren pH-Wert der Haut fördern. Dadurch wird die Vermehrung von Hautkeimen gebremst und das natürliche Hautmilieu erhalten. Ideal sind seifenfreie Syndets für die T-Zone und eine Reinigungsmilch für die fettärmeren Partien. Bei Unreinheiten sind auch antispetische Waschlotionen sinnvoll. Seife ist durch den alkalischen pH-Wert ungünstig, denn sie entfettet die trockenen Areale zu stark und begünstigt die Entstehung von Pickeln in der T-Zone.

Passende Reinigungsprodukte für die Mischhaut

15 – 18 Punkte: Ihre Haut ist derzeit fett-feucht (seborrhoisch).

Bei der seborrhoischen, „fettigen“, häufig zu Akne neigenden Haut tun die Talgdrüsen oft zu viel des Guten. Hier läuft die Lipid-Produktion auf Hochtouren. Das im Übermaß produzierte Hautfett wird an der Hautoberfläche abgelagert. Vor allem an den talgdrüsenreichen Hautarealen in der so genannten „T-Zone“ des Gesichts (Stirn, Nase, Kinn) sowie an Dekolleté, Schultern und Rücken zeigen sich dann die typischen Symptome der seborrhoischen Haut. Durch die vermehrte Produktion von Lipiden erscheint die Haut fettig und grobporig. Pickel und Mitesser sind ein häufiges Problem.

Pflege der fettigen Haut

Stark rückfettende Wasser-in-Öl-Emulsionen und fette Salben eignen sich für diesen Hauttyp nicht. Doch bei der Auswahl der Pflegeprodukte sollte man nicht nur darauf achten, dass die Präparate ölfrei und fettarm sind. Mindestens genauso wichtig ist ein Hinweis, dass die Produkte auf „Komedogenität“ oder „Akneität“ geprüft sind, das heißt, dass sie weder Mitesser noch Pickel verursachen. Leichte Öl-in-Wasser-Emulsionen und Gelgrundlagen werden bei fettiger Haut meist sehr gut vertragen. Fruchtsäuren, Zink, Salicylsäure oder Heilerde bessern Unreinheiten und reduzieren die Sebumproduktion.

Passende Pflegeprodukte für die fettige Haut

Reinigung der fettigen Haut

Verwendet werden sollten Produkte, die die Haut wirksam, aber mild und schonend reinigen, antibakteriell wirken und Sebum reduzieren. Aggressive, Haut reizende Reinigungsprodukte können sogar die Talgproduktion weiter anregen. Gut geeignet sind milde Waschsyndets mit desinfizierenden Zusätzen. Seifen sollten nicht verwendet werden. Diese stören durch ihren alkalischen pH-Wert das saure Milieu der Haut. Daneben können alkalische Seifen komedogene (Mitesser auslösende) Fettsäuren auf der Haut freisetzen.

Passende Reinigungsprodukte für die fettige Haut