Sonnenschutz beim Outdoor-Sport

Outdoorsportler wie Radfahrer, Langstreckenläufer oder Wassersportler müssen in den Sommermonaten ganz besonders auf einen guten Sonnenschutz achten, sonst drohen nicht nur Falten, sondern auch Hautkrebs. Wichtig ist neben einem guten UV-Filter auch ein Infrarotschutz, denn auch Infrarotstrahlen verursachen Hautschäden und verstärken die negativen Effekte des UV-Lichts.

Viele Sportbegeisterte können sich nichts Schöneres vorstellen, als regelmäßig im Freien aktiv zu sein. Doch wer sich regelmäßig mehrere Stunden draußen aufhält, setzt seine Haut auch einer großen Dosis UV-Strahlen aus. Eine jahrelange Sonnenlicht-Belastung ohne entsprechende Lichtschutzpräparate lässt nicht nur die Haut schneller altern, sondern kann auch das Risiko für verschieden Formen von Hautkrebs sowie für Hautkrebsvorstufen erhöhen.

Das belegt eine Untersuchung an 210 Marathonläufern im Alter von 19 bis 71 Jahren. Deren Haut wurde mit der von 210 Nicht-Läufern verglichen. Das Ergebnis: Obwohl in der Kontrollgruppe der Anteil der Personen mit einem lichtempfindlichen Hauttyp höher war, wurden nur bei 14 Personen (6,6%) der Nicht-Läufern Hautkrebs bzw. Vorstufen festgestellt. Bei den Marathon-Läufern waren immerhin 24 Personen (11,5%) betroffen. Zusammenhänge bestanden auch zwischen den wöchentlichen Trainingskilometern und dem Ausmaß der Hautveränderungen. Läufer mit großen Trainingsumfängen und somit längerem Aufenthalt im Freien waren besonders häufig betroffen.

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Leichtfertiger Umgang mit der Sonne

Die Hautschäden, die bei häufigem ungeschütztem Aufenthalt in der Sonne entstehen, werden von Sportlern und Sonnenanbetern oft unterschätzt. Viele vergessen deshalb, entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. In der Studie gaben fast alle Sportler an, beim Training und in Wettkämpfen kurze Hosen (96,7%) und ärmellose oder kurzärmelige Trikots (98,6%) zu tragen. Lediglich 56,2 Prozent verwendeten regelmäßig Sonnenschutzmittel. [1]

Den richtigen Sonnenschutz finden

Das erhöhte Hautkrebsrisikos und auch die vorzeitige Faltenbildung sollte Grund genug sein, beim Sport im Freien immer ein gutes Sonnenschutzprodukt dabei zu haben. Der Lichtschutzfaktor sollte dem individuellen Hauttyp angepasst sein. Wichtig ist nicht nur ein Lichtschutz, der vor UV-B- und vor UV-A-Strahlen schützt. Neue Erkenntnisse zeigen, dass auch Infrarotstrahlung der Haut Schäden zufügt. Diesen IR-Schutz findet man bisher nur in ausgewählten Produkten. 

Für Sportler sollte das Produkt zudem wasserfest sein, denn nicht nur Wasser, auch Schweiß wäscht die Creme sonst rasch ab. Wichtig: Der Sonnenschutz muss in ausreichender Menge aufgetragen werden. Denn, was viele nicht wissen: Wird eine zu geringe Menge verwendet, der Lichtschutz also zu dünn aufgetragen, dann liegt der erzielte Schutzfaktor auf der Haut deutlich unter dem auf der Packung angegebenen [2].

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Die 6 Teelöffel Regel

Wenn Sie sich am Strand vor Sonne schützen und sich von Kopf bis Fuß eincremen, wie viel Creme verwenden Sie? Die meisten tragen definitiv zu dünn auf. Um den gesamten Körper eines Erwachsenen ausreichend vor UV-Licht zu schützen, sind 30 ml bzw. 6 Teelöffel Sonnencreme notwendig. Das entspricht einer ganzen Hand voll Sonnenschutzlotion.

Und wer länger in der Sonne bleibt oder sich nach dem Baden abtrocknet, muss nachcremen. Bei nur einmaliger Anwendung eines Sonnenschutzproduktes in ausreichender Menge sind nach einem vierstündigen Aufenthalt in der Sonne mit gelegentlichem Sport oder einem Sprung in den Pool nur noch rund 60 Prozent der ursprünglichen Schutzwirkung vorhanden. Nach acht Stunden ist die Schutzwirkung auf 43 Prozent gesunken [3].

Wichtig: Outdoorsportler müssen ihre Haut besonders gut in Schutz nehmen.

  • Nicht nur auf einen UV-Schutz, sondern auch auf einen Infrarotschutz achten
  • Ausreichende Mengen Creme auftragen (6 Teelöffel für den ganzen Körper)
  • Nach spätestens vier Stunden noch mal nachcremen
  • Möglichst zu wasserfestem Lichtschutz greifen
  • Regelmäßig die Haut von einem Hautarzt kontrollieren lassen

Quellen

  1. Ambros-Rudolph Ch, Hofmann-Wellenhof R et al. Malignant Melanoma in Marathon Runners. Arch Dermatol 2006; 142(11):1471-1474 https://www.researchgate.net/publication/6680825_Malignant_Melanoma_in_Marathon_Runners
  2. Bimczok R, Gers-Barlag H, Mundt C et al. Influence of applied quantity of sunscreen products on the sun protection factor–a multicenter study organized by the DGK Task Force Sun Protection. Skin Pharmacol Physiol  2007; 20(1):57-64. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17035723
  3. Bodekaer M et al. Sun protection factor persistence during a day with physical activity and bathing. Photodermatol Photoimmunol Photomed 2008; 24: 296–300 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19000186